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Montag, 27. März 2017

Asperger und Altes loslassen

Neues ist immer so eine Sache für sich. Altes, das man lieb gewonnen hat, ist irgendwann nicht mehr. Man hat sich an so vieles gewöhnt und plötzlich ist es nicht mehr.
Altes loslassen, damit hatte ich früher mehr Probleme als heute. Denn damals wollte ich, unbewusst, dass sich nichts ändert. Die Schule sollte ewig gehen. Die Lehre. Matura, Studium. Die Arbeit. Und doch wollte ich, das sich immer mal wieder was ändert. Paradox. Ich weiss. Aber damals wusste ich nicht, wie mit Neuem umgehen. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass sich je was ändern könnte.
Heute ist das kein Problem mehr. Denn ich weiss, dass sich alles immer ändert. Das nichts ist, wie es war. Kein Tag ist wie der andere. Doch zu dieser Erkenntnis musste ich erst mal kommen. Was nicht einfach war. Aber ich habe in meinem Leben schon viele krasse Veränderungen erlebt. Das es auf eine mehr oder weniger auch nicht mehr an kommt.
Da wo ich arbeite werden wir in den nächsten Tagen das Büro umstellen. Kaum einer sitzt mehr da, wo er sass. Also wieder eine Veränderung. Nur, diese kommt nicht einfach so. Wir wurden schon vor Wochen informiert. Nicht nur ich, sondern auch die NT. Denn auch sie haben damit so ihre Probleme. Müssen sich neu einstellen. Auf die neue Situation. Was auch für sie nicht einfach ist. Ich denke, dass ist nicht nur eine Sache, die Autisten was angeht, sondern auch NT. Ja, es ist doch menschlich das man am Alten hängt. An dem was man kennt. Oder nicht? Frag dich mal.
Ich jedenfalls habe in den letzten Wochen so einige Veränderungen erlebt. Nicht nur was meine Arbeit anbelangt, sondern auch privat. Denn, nach vielen vielen Jahren wurde mal wieder ein neues Auto fällig. Nur, ich hatte mit der Umstellung kein Problem. Klar, alles ist neu. Ungewohnt. Aber dennoch, es ist etwas, worauf ich mich freute und auch vorbereitet war. Denn ich habe es ja selber ausgesucht.
Und, Neues ist manchmal gar nicht so schlecht. Denn Altes kann auch eine Last sein. Kann mühsam sein. Auch wenn es einem liebt ist. So kann neues auch wieder neue Impulse geben. Neue Gedanken.
Nur, ich sehe das so. Ich weiss aber, das viele Menschen damit Probleme haben. Auch wenn sie dies so nicht aussprechen. Denn, auch NT wollen, das alles so bleibt wie es ist. Eine kleine Änderung und sie sind verwirrt. Sie die Sache mit WhatsApp. Das hat die NT voll aus dem Konzept gebracht. Sie machten so lange Stress, bis alles wieder war, wie es eben war. Da soll mal einer sagen, wir Autisten sind nicht flexibel. Können nicht mit Veränderungen umgehen. Können es den die NT? Nein. Auch sie können es nicht. Nur, bei uns wird doch immer so eine Theater darum gemacht. Dabei erleben ich gerade Autisten als flexibel. Sie sind es gewohnt, das sie sich neunen Gegebenheiten anpassen müssen.
Das grösste, was ich je loslassen musste, war mein altes Leben. Das loszulassen, war nicht einfach. Denn, die Diagnose hatte alles verändert. Ich war mit einem Male nicht mehr normal, sondern eben ein Behinderter. Heute kann ich sagen, das dies sicher die beste Veränderung in meinem Leben war. Das ich mein Leben, durch das Loslassen, endlich so leben kann wie ich will. Also hat Altes loslassen auch seine Vorteile. Manchmal muss man sie doch einfach akzeptieren und das Beste versuchen daraus zu machen.

Donnerstag, 23. März 2017

Asperger und der 1.Arbeitsmarkt

Die Arbeitswelt ist brutal. Gnadenlos. Nichts für Autisten. Hart. Kalt. Worte, nichts als Worte. Ich meine, ich erlebte und erlebe diese Arbeitswelt nicht so. Nicht einmal habe ich sie in den über 20 Jahren so erlebt. Woher das kommt, weiss ich auch nicht.
Sicher, es gab Kündigungen. Sicher, es war nie einfach. Doch es ging weiter. Die Frage ist doch die. Wie nimmt man sie wahr. Die Arbeitswelt. Klar, wenn man nur negativ denkt, dann erstaunen mich die eingangs gebrauchten Worte nicht. Aber wenn man erkennt, dass man mit Menschen zusammenarbeitet, dann wird die Sache anders.
Ich erlebe die Arbeitswelt als etwas, was nicht einfach ist. Klar. Aber ich erlebe sie auch als sehr menschlich. Das hat sicher damit zu tun, dass alle mit denen ich arbeite, wissen, dass ich Autist bin. Das kann sicher einen Unterschied machen. Muss aber nicht. Wissen tue ich es nicht bestimmt.
Seit ich aus der Schule bin, bin ich im ersten Arbeitsmarkt. Ich kenne nicht anders. Ich weiss aber von vielen Autisten, dass sie das so nicht könnten. Denn sie wurden oft auch so gemacht, dass sie es nicht können. Schuld dabei trägt keiner. Es sind Umstände. Der Versuch, das Beste aus dem Leben zu machen. Oder zu helfen. Aber es kann eben auch schief gehen. Muss nicht.
Aber eine Sache muss ich auch gestehen. Es ist nicht so, dass ich alleine bin. Ich habe ein Team hinter mir. Menschen die den Autismus verstehen. An die ich mich wenden kann, wenn es mal nicht mehr geht. Das, so denke ich, ist eine gute Lösung. Eine Lösung die ich so jetzt seit über einem halben Jahr schon habe. Auch wenn es nicht immer einfach war und ist, so geht es doch weiter. Ich will auch. Will nicht einfach nichts tun. Oder einen Job machen, der einfach keinen Sinn ergibt.
Das was ich tue, ergibt für mich Sinn. Klar, ich habe jetzt auch nicht die Traumstelle.  Aber gibt es die überhaupt? Ich weiss es nicht. Was ich aber weiss, ist, dass ich nicht nur für mich da bin, wo ich arbeite, sondern mich auch bemühe, das andere Autisten mir folgen können. Das sie auch eine Chance in so einem grossen Konzern kriegen. Das ist meinen Motivation. Jeden Tag.
Was tue ich denn so den ganzen Tag? Ich entwickle spezielle Software, die nur in unserem Team gebraucht wird. Lösungen, die es nicht gibt. Die nicht gekauft werden können. Nun, wie gesagt, nicht meine Traumstelle. Aber es ist Arbeit, die Lohn gibt. Und, die Sinn ergibt. Ich kann so was für andere tun. Nicht für mich. Mir ist das wichtig. Und, wenn die Software dann gebraucht wird und denen die sie brauchen, die Arbeit erleichtert, dann freut mich das.
Dies ein kurzer Abstecher in meine Arbeitswelt.
Was ich in den Medien immer wieder lesen, erschreckt mich manchmal schon. Das Stellen einfach abgebaut werden. Das Menschen zusammenbrechen. Das sie sich umbringen. Wegen der Arbeit. Nun, das alles gehört dazu. Aber ist sie wegen dem gnadenlos? Nun, ich denke, nein. Es kommt wie gesagt, auf die Einstellung an. Klar, damit ist nicht alles geregelt. Alles schön. Aber es hilft doch sehr. Manchmal muss ich mir das am Abend auch wieder sagen. Sei nicht so negativ. Fatalistisch. Sehe es positiv. Du hast Arbeit. Verdienst dein eigenes Geld. Das ist nicht wenig, was ich habe. Denn, es gibt viele, die haben das nicht. Die kämpfen. Ich kämpfe auch. Aber eben anders. Für mich ist es wirklich so, ich fahre in eine andere Welt. Nicht mein. Die der NT. Ich arbeite ausschliesslich mit NT zusammen. In einem Grossraumbüro. Was nicht immer einfach ist. Aber auf der anderen Seite finde ich es auch toll. Denn, ich arbeite in eine coolen Team. Als nichts von Gnadenlos. Sondern menschlich. Ich erlebe die Menschen als Menschen. Versuche nicht einfach nur NT in ihnen zu sehen. Was auch nicht immer einfach ist. Denn das dualistische Denken habe ich irgendwie verinnerlicht. Autisten - NT. Was nicht richtig ist. Es gibt nur Menschen. Die einen sind so, die anderen anders. Aber im Grunde genommen, sind wir doch alle gleich. Und genau das erlebe ich jeden Tag in der 1.Arbeitswelt. Menschlichkeit und nicht das, was ich in den Medien lese. Es ist halt so, es geht nichts über eigene Erfahrungen. Dazu gehören Gute wie Schlechte. Aber alles zusammen macht doch den Menschen aus, den man ist.

Sonntag, 19. März 2017

Asperger und die Selbstbezogenheit

In irgend einem Artikel habe ich gelesen, dass die NT NT fast ausschliesslich selbstbezogen sind. Das sie nur an sich denken. Das sie immer an erster Stelle kommen. Es geht nur im das ICH. Sprich, worin unterscheiden sie sich also von uns? Autismus = Selbstbezogen. Worin? Nun, ist das Wort Autismus falsch? Sind so nicht alle Menschen Autisten? Nach Definition ja. Die NT denken nur an sich. Also etwas, was sie uns exklusiv zuschreiben. Viele von uns glauben das noch. Dabei stimmt dies einfach so nicht. Was sie meinen, ist das wir anderes denken und handeln wie sie. Das wir nicht so sehr auf das Gegenüber eingehen können, wie sie. Nur, sie tun dies auch nur dann, wenn sie einen Nutzen davon haben. Sonst ist es einfach Geplapper. 
Also, sind wir doch wie die NT und doch nicht. In deren Augen sind wir Behindert. Menschen die nicht so gut sind, wie sie. Menschen die an den Rand der Gesellschaft gehören. Menschen, die nicht die selben Rechte haben. Die um alles kämpfen müssen. 
Ganz ehrlich. Manchmal bin ich es auch leid, immer und immer wieder beweisen zu müssen, das Autisten auch arbeiten können. So wie NT. Das sie auch normale Arbeit verrichten können. Manchmal. 
Selbstbezogen ist aber das Thema. Nun, bin ich das? Ich denke, nein. Denn ich denke immer zuerst an die anderen. Ich komme als letztes. Ich nehme mich jeden Tag zurück. Immer die anderen zuerst. Ist das Selbstbezogenheit? Typisch Autist? Nein. Ist es nicht. Was aber ist den typisch Autist? Weisst du es? Ich weiss es nach 6 Jahren noch nicht. Ich hören diesen Satz ab und zu, doch schlau werde ich nicht aus ihm. Das wir anders sprechen? Das wir nicht empathisch sind? Das wir uns nicht so um die anderen kümmern wie wir sollten? Tun dies die NT? Sind sie empathisch? Sprechen sie nicht auch komisch? Wer ist für all die Gewalt in der Welt zuständig? Sind wir es, oder die NT? Frag dich mal? Wieso also sagen sie dann, dass WIR die behinderten sind, wo sie es doch selber sind. Sie zerstören alles, nicht wir. Wir sind friedlich. NT nicht. Sie haben die Gewalt in sich. Aber das ist ein anderes Thema. 
Schlussendlich geht es doch bei den NT darum, dass es immer und nur um sie geht. Sie sprechen immer nur von MEIN Arbeitsplatz. MEIN Auto. MEIN MEIN MEIN. Es geht ihnen auch nur um sie selber. Also sind sie auch selbstbezogen. Sie können sich auch nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die nicht so sind wie sie. Wer anders ist, wird ausgeschlossen. Das kennst du sicher auch nur zu gut. Alles ist ein Kampf in so einer Welt. Dabei sagen die NT von sich selber, sie seinen sozial. Um andere besorgt. Sie sind auch nur um sich besorgt. Es geht nur darum, das sie profitieren können. Sie Ausverkauf. Da benehmen sie sich wie Irre. Nicht wie Tiere. Das wäre eine Beleidigung den Tieren gegenüber. Aber sie sind einfach ein Haufen Chaos. Genau so kommen sie mir oft vor. Eben, weil sie nur an sich denken. Weil es nur um sie geht. 
Wieso also sagen sie dann, das wir selbstbezogen sind? Verstehe ich nicht. Verstehst du es? Ich suche den Grund seit Jahren, doch gefunden habe ich ihn nicht. Eine Antwort die passt. Alles sind immer nur Erklärungsversuche. Aber die sind schlecht. Ich denke, das sie auf Grund der Art wie wir kommunizieren meinen, dass es immer nur um uns geht. Was so nicht stimmt. Ich kenne viele Autisten, die denken auch an andere und nehmen sich lieber zurück. Also alles andere als selbstbezogen. 

Dienstag, 14. März 2017

Asperger und die Realitätsferne

Oft habe ich die Frage gestellt, was denn die Realität ist. Allgemein das was NT als Aussenwelt wahrnehmen. Aber ist sie meine Realität? Nein. Ich habe eine andere, auch wenn ich körperlich in der Welt der NT lebe und wahrgenommen werde.
Entsprechen meine Gedanken dem was Aussen ist? Meistens nicht. Meistens ist meine Welt fern dessen was NT wahrnehmen und sehen. Was sie denken ist ihre Realität. Nicht meine. Nur, wenn die Differenz zu gross wird, dann kann es Probleme geben. Allgemein geschrieben. Doch was sind diese Probleme überhaupt?
Zum einen, kann es in totalem Rückzug enden. Die Welt interessiert mich nicht. Oder ich kann mich überfordern. Mich in was reinsteigern. Kann zusammenbrechen. Kann nicht mehr wollen. Sehe alles nur noch negativ. Fatalistisch. Bei ist alles nicht so schlimm und im Grunde genommen in Ordnung.
Es kann aber auch sein, dass ich alles super finde. Keine Probleme sehe. Alles ist in bester Ordnung. Dabei ist es nicht. Ich denke es anders. Nehme es anders wahr.
In beiden Fällen entstehen Probleme. Probleme mit NT. Aber auch mit mir selber. Die Synchronisation mit der NT-Welt gelingt mir nie. Ich muss immer alles übersetzen. Nachdenken. Brauche Zeit. Nur, diese habe ich meistens nicht. Sprich ich muss mir also alles merken und wenn ich Zeit habe, es überdenken. Das kann aber nicht gut gehen. Denn die Menge an Informationen ist irgendwann einfach zu viel. Ich komme nicht mehr nach mit nachdenken. Sprich ich lasse es. Es entsteht, ist eine geistige Leere. Realitätsferne. Wobei dabei die Welt der NT gemeint ist. Nicht meine. Ich lebe immer in der Realität. In meiner. Nicht in der der NT. Das am Rande.
Sprich, mit meiner Realität habe ich keine Probleme. Aber mit der der NT. Sie ist voller Informationen die ich nicht verstehe. Gesten die ich nicht sehen kann. Worte deren Bedeutung ich nicht verstehe. Sondern eben nur was gesagt ist und nicht gemeint.
Komme wieder runter. So ein beliebter NT-Satz. Nur, ich kann nicht runter kommen. Bin ja schon auf dem Boden. Mit meinen Füssen. Was sie meinen, war mir lange nicht klar. Kriege wieder einen klaren Kopf. Denke nach. Sei wieder geistig bei uns. Etwa so lautet meine Übersetzung. Ob sie stimmt, weiss ich nicht. Aber ich denke, ich komme der Sache nahe.
Also komme wieder runter. In unsere Realität. Also der Ort in dem sich NT auskennen, ich aber nicht. Respektive nur mit viel Mühe. Aber das scheint ihnen egal zu sein. So lange es für sie stimmt.
Aber das kennst du sicher nur zu gut.
Frage also. Leben Autisten in der Realitätsferne oder sind sie in der Realität? Wer weiss schon was real ist und was nicht. Ich jedenfalls nicht. Ich gehe einfach davon aus, das meine Wahrnehmung die richtige ist. Was sie aber nicht ist. Es ist nur eine von vielen möglichen. Ein Unterschied im denken zu den NT. Ich weiss, dass sie die Welt anders wahrnehmen als ich. Aber dennoch kann ich nichts geben mein Verhalten tun. Es ist einfach da. Autismus eben. Sollte nicht eine Entschuldigung sein, sondern eben eine Tatsache mit welcher wir leben müssen. In der Realität der NT.
Ich denke, wir sind nicht so Realitätsfern wie die NT meinen. Es braucht oft nur wenig, damit wir auch verstehen und die Verbindung in ihre Welt machen können. Aber diese Verbindung ist eben gerade das Schwierige. Nur wer sich mit Autisten wirklich auskennt, kann dies. Bei allen anderen geht es meistens schief. Dies ist jedenfalls meine Erfahrung.
Ergo, hat jeder seine eigene Realität. Und ich denke, wir sollten einfach akzeptieren, das diese bei jedem Menschen anders ist und sie nicht werten. Sondern einfach so hinnehmen. Denn keine von denen ist besser oder schlechter. Eben nur anders.

Freitag, 10. März 2017

Asperger und die schnelle Welt

Die Menschen wollen immer mehr. Alles muss immer JETZT sein. Sie haben keine Zeit mehr, zu ruhen. Sie geben aber anderen, dem sogenannten System die Schuld. Nur, sie selber sind ja ein Teil dessen. Das wollen sie nicht einsehen.
Die schnelle Welt. Wie kann sie wieder langsamer gemacht werden? Nun, indem man nicht bei allem was IN ist, mitmacht. Nicht alles haben muss. Mal zufrieden ist, mit dem, was man hat.
Ich selber habe mich lange Jahre bemüht da mitzumachen. Trends zu folgen. Dazuzugehören wollen. Aber das alles hat nichts gebracht. Ausser einen Zusammenbruch.
Heute sehe ich das Ganze aus der Distanz an. Lese nicht mehr so viele News. Lese nicht nicht mehr so viel, was man muss und sein muss. Ich bin ich. Egoistisch? Autistisch? Vielleicht. Aber ich denke, nein. Sondern einfach die Erkenntnis, das es besser ist, bei sich zu sein, als bei der Welt. Die ist mir zu schnell. Die Meschen verstehe ich oft nicht, was sie sagen oder tun. Ich habe mich bemüht, aber ich musste einsehen, dass es nicht klappt. Ich finde den Zugang zu ihnen nicht. Also lasse ich es.
Ich versuche einfach so gut ich kann, durch das Leben zu kommen. Durch diese Welt. Nicht meine. Aber ich muss in ihr sein. Muss arbeiten. Leben. Ob es mir passt oder nicht.
Die Menschen, NT, täten oft auch gut daran, mal Abstand von allem zu nehmen. Damit meine ich nicht Ferien. Das ist auch wieder müssen. Verreisen. Weg sein. Organisieren. Nein. Ich meine, geistigen Abstand zu allem haben.
Wie mache ich das? Ausser das ich nicht mehr so viele News lese? Nun, ich habe es schon einige Male geschrieben. Meditation. Sie half und hilft mir bis heute. Es ist aber nicht so, dass ich einfach den ganzen Abend meditiere. Sicher nicht. Sondern einfach, wenn mir danach ist. Wenn ich merke, dass mich alles gestresst hat. Ich unruhig bin. Dann meditiere ich.
Es ist nicht immer einfach, so zur Ruhe zu kommen. Muss es auch nicht vollständig. Sondern einfach ein wenig. Auch kann ich so meine Gedanken wieder auf das lenken, was wichtig ist. Die innere Ruhe. Nicht der Stress. Nicht das Müssen. Sondern das Sein.
Damit haben viele Menschen, Autisten wie NT Mühe. Es ist nicht einfach so zu leben. Aber es geht. Denn es heisst, dass man nicht bei allem mitreden kann. Das man nicht so ist wie die anderen sind. Nicht verstanden wird. Das hat so nichts mit dem Autismus zu tun, sondern mit der Erfahrung die ich bis jetzt gemacht habe. Mit mir selber.
Die Menschen selber sind die Ursache für die schnelle Welt. Für den Stress. Die Verwirrung. Sie denken nicht mehr. Maschinen tun dies. Sprich, Handys Apps. Die denken für sie. Wann warst du das letzte Mal einfach in einem ruhigen Raum nur für dich? Nicht für Minuten, sondern Stunden. Einfach nur du. Überlege mal?
Die meisten können diese Frage nicht beantworten. Eben weil sie es nicht können oder wollen. Sie wollen mit der Welt verbunden sein. Facebook und WhatsApp. All diese Dinge tragen doch nur dazu bei, das der Mensch immer weniger Mensch ist. Das er immer mehr nur noch ein Ding wird. Übertrieben formuliert. Aber viele kommen mir so vor. Sie sind nicht mehr bei sich. Auch wenn sie nur noch an sich und die eigenen Bedürfnisse denke. Daran ist nichts auszusetzen. Doch muss man manchmal über sich hinaus denken. Denken, was anderen dienlich ist. Nicht immer nur sich selber. Ich jedenfalls denke so. Dass das das Leben nicht einfacher macht, weiss ich. Aber es ist bei mir nun mal so.
Deshalb versuche ich, wenn ich alleine bin, die Zeit zu nutzen um meine innere Ruhe zu finden und halten. zu entwickeln. Nicht was die Welt will, sondern was ich will. Es ist wie mit allem. Es ist nur eine Frage der Übung. Eine Frage der Einstellung und der Bereitschaft nicht bei allem mitzumachen. Nicht überall dabei zu sein. Sondern einfach sich selber sein. Denn dann spielt es keine Rolle, ob die Welt einem schnell vorkommt oder nicht. Sie ist dann einfach da. Mehr nicht.

Montag, 6. März 2017

Asperger und die verkehrte Welt

Das hier ist die Realität. Ein Satz den ich schon oft gehört habe. Doch ist das, was als Realität bezeichnet wird, wirklich Realität? Es ist es nicht vielmehr einfach nur die Beschreibung einer Wahrnehmung? Ist es nicht einfach nur sprachgewordene Illusion? Frage die so keiner Beantworten kann.
Was ich aber weiss, ist, dass das was ich als meine Realität betrachte, bei weitem nicht die ist, die die NT wahrnehmen. Für sie ist alles einfach. Für mich nicht. Alles muss seine Ordnung haben. Ich sehe die kleinste Abweichung. Sehe Zahlen. Diese sind nicht immer sofort sichtbar. Für NT schon gar nicht. Meine Realität. Die verkehrte Welt. Eine Welt, die die NT nicht sehen und begreifen können.
Die verkehrte Welt. Ein Begriff, der mir vorhin in den Sinn gekommen ist. Ich habe lange nach einer Bezeichnung gesucht. Hier ist ist also.
Nur, was jetzt damit anfangen? Ich meine, wie soll ich das einem NT erklären, das seine Welt die Verkehrte ist. Nicht meine. Sie werden sagen, alles eine Frage der Sichtweise. Des Standpunktes. Sicher. Nur, ich weiss nicht wie die NT die Welt wahrnehmen. Also bleibt mir nur meine Sichtweise. Aber ich weiss, wie viele Autisten die Welt wahrnehmen. Diese Wahrnehmung unterscheidet sich nicht wirklich von meiner Wahrnehmung. Also muss ja was dran sein? Nicht? Doch sicher. Was denkst du?
Auf der anderen Seite, kommt mir die Welt auch deshalb verkehrt vor, weil in ihr vieles komisch läuft. Schuld kann nicht eingestanden werden. Es muss immer Chaos sein. Zerstörung. Krieg. Echt, ist das die Realität? Die Welt? Ich habe Mühe damit in so einer Welt zu leben. Sie zu akzeptieren. Nicht mein Ding. NT tun dies aber. Denn, sie wissen nicht, dass es noch andere Sichtweisen gibt. Sie wissen nicht, dass Menschen unter ihnen sind, die alles anders wahrnehmen. Denen das, was ihnen, den NT, wichtig ist, nicht wichtig ist.
Auch der ganze Stress muss nicht sein. Ich habe keinen Stress. Bis ich auf NT treffe. Die sprechen komisch. Die sind komisch. Gemein? Provokativ. Denke ich. Klar sind nicht alle so. Aber mir kommen viele so vor. Sie sind einfach Chaos.
Wenn ich Auto fahre, denke ich oft, das nicht mehr passiert. Wenn ich einkaufen gehe, frage ich mich, was die alles kaufen müssen. Was die alles brauchen. Verkehrte Welt. Ich kaufe nie viel. Nur das was ich brauche. Wenig also.
NT verstehen nicht, wie man mit wenig zufrieden sein kann. Nicht immer mehr wollen. Grösser, besser schneller. Das UND habe ich extra nicht geschrieben. Das nur am Rande. Verkehrte Welt. Es geht also nicht darum, das man IST, sondern, das man HAT. Das man besitzt. Dadurch definieren sich viele, die meisten, NT. Ich nicht. Mir sind meine Gedanken und meine Innere Welt wichtiger, als was ich habe. Ich denke, als bin ich. Alter Spruch. Stimmt heute nicht mehr. Heute muss er heissen, Ich habe, also bin ich. Von denke keine Spur mehr. So kommt mir das alles vor. Meine Wahrnehmung. Bin ich den also besser als alle anderen? Nein. Sicher nicht. Auch ich habe meine Themen. Und, meine Welt ist nicht die Welt der NT. Sprich, sie sind mehr. Also muss ich versuchen, in so einer Welt die ich nicht verstehe, zurecht zu kommen. Aber das kennen sicher viele von euch ebenso gut wie ich.
Die Frage ist nur, wie sich zurecht finden? Dass, ist nicht immer einfach. Eine allgemeine Antwort ist nicht möglich. zu verschieden sind wir. Zu verschieden die Lebenssituationen. Aber eine Sache habe ich gelernt. So wenig wie möglich Kontakt zu der komischen Welt haben. Ich lebe lieber in einer, aus NT Sicht, verkehrten Welt. Da kenne ich mich aus. Damit kann ich was anfangen. Alles andere ist für mich wie ein Irrgarten und eine Illusion. Eben eine verkehrte Welt.

Donnerstag, 2. März 2017

Asperger und Bücher lesen

In einer Zeit in der nur noch über das Internet gesprochen und geschrieben wird, denke ich, dass die Bücher auch mal wieder erwähnt werden sollten.
Bücher. Früher habe ich Unmengen an Bücher gelesen. Sehr sehr viele. Doch jetzt? Lese ich nicht mehr viel. Was schade ist. Was haben die Bücher, was das Internet nicht hat. Fantasie. Ich kann in der Welt der Geschichte geistig versinken. Die Welt vergessen wie sie ist. Meine eigene Welt bauen. Wenn auch nur in Gedanken. Lesen bedeutet auch Ruhe. Kein Stress. Kein Müssen.
Im Internet surfen kann stressig sein. Werbung. Bilder. Filme. Nein, dass muss nicht immer sein.
Was ich an Bücher mag, ist sie in den Händen zu halten. Nicht einfach Maus und Tastatur bedienen.
Auch haben Bücher einen Geruch. Das mag ich an ihnen.
Bücher lesen ist so was wie Autismus. Es ist einfach der Fokus auf eine Sache. Sich. Auf die Geschichte. Ich denke, dass viele Autisten mehr lesen, als sie im Internet surfen. Denn da kriegen sie eine Welt die sie nicht verstehen. In der Welt der Bücher, da verstehen sie die Welt. Sie ist klar. Nicht schnell. Hektisch, laut, hell. Es sind nur Buchstaben. Wörter. Sätze. Aber zusammen ergeben sie eine Welt aus Bilder. Eine Welt aus Fantasie. Eine Welt aus einem selber.
Für mich waren die Bücher auch das Tor zur Welt. Durch sie haben ich viel gelernt. Viel erlebt. Auch wenn ich nie an den Orte war, welche in den Bücher beschrieben wird, so kann ich sie mir vorstellen. Die Orte. Besonders bei Fantasy-Romanen. In der Welt kann keine gewesen sein. Nur mit dem Geist. Nur mit der eigenen Fantasie.
Romane welche im Jetzt spielen. Im hier. In unsere Welt, mag ich nicht so. Denn sie sind mir oft zu viel NT-Welt. Klar lese ich sie auch. Ich will ja lernen. Lernen wie die NT ticken. Bis heute. Aber die Menge an Bücher welche ich heute lese, ist nichts mit der, welche ich früher las. Als Kind. Jugendlicher.
Irgendwie ist mir das abhanden gekommen. Vielleicht auch, weil ich älter werde. Oder aber, dass sich die Welt um mich sehr verändert hat. Ich weiss es nicht. Im Moment jedenfalls lese ich wieder jeden Tag sicher eine Stunde. Es ist wie das Meditieren. Nichts tun und doch was tun. Sich sein. Ruhe.
Was für mich, der im Moment Software programmiert ein sehr guter Ausgleich ist. Nur immer am Bildschirm, muss nicht sein. Bücher sind da Ruhe und Ausgleich zum Alltag.
Heute sieht man auch kaum noch Menschen die lesen. Alle starren wie Zombies in ihr Smartphone. Sie sind gefangen in dieser Welt. Lesen Dinge aus dieser Welt. Sind in dieser Welt und doch nicht. Denn, sie bekommen nicht mehr viel von dem mit, was um sie herum geschieht. Schade. Denn NT haben Fähigkeiten, die ich auch gerne hätte. Aber nicht habe. Deshalb verstehe ich oft nicht, wieso sie auf diese Fähigkeiten verzichten. Eine ist, dass sie die Umgebung wahrnehmen können. Das kann ich nicht.
Wenn ich lese, muss ich das nicht können. Ein Vorteil. Ich bin dann eh zuhause. Aber ich kann meinen Geist wahrnehmen. Meine Gedanken. Mich. Autist eben. Aber nicht nur. Ich bin sehr nach Innen orientiert. Nicht nach Aussen. Denn, das Aussen verstehe ich oft nicht. NT.
Bücher zeigen mir auch eine andere Art zu denken. Andere Wörter. Ja, dank dem, dass ich viel las und lese, kann ich auch schreiben. Vieles von dem was und wie ich schreibe, habe ich aus Bücher. Klar nicht 1:1. Aber doch die Freude an Wörter und Sätzen. Zu schreiben. Ist wie lesen. Einfach was Aktives.
Ich meine, du liest diesen Blog. Diesen Artikel hast du jetzt gelesen. Du liest. Ich habe in geschrieben. Doch während ich in schreibe, lese ich ihn auch. So kann ich beides miteinander verbinden. Mein Blog ist kein Buch. Aber dennoch. Es ist lesen. Ich finde es sehr wichtig, das die Meschen lesen. Lesen, was andere denken und tun. Was andere für Geschichten erzählen. Was sie damit sagen wollen. Deshalb ist für mich das Lesen von Bücher sehr wichtig. Denn ich interessiere mich für das was andere denken.

Sonntag, 26. Februar 2017

Asperger und Egoismus

Ist Autismus dem Egoismus gleichzusetzen? Sind wir Egoisten?
Nun, es mag gegen Aussen so wirken. Aber dem ist nicht so. Wir sind es nicht. Egoisten. Aber für die NT, die nichts von uns wissen, wirkt es leider so.
Das Problem ist, das viele NT aber Egoisten sind. So kommen sie mir jedenfalls vor. Es geht immer nur um sie. Wir können nichts dafür, dass wir in uns gefangen sind. Vieles wollen, aber nicht können. NT aber können, wollen aber nicht. Nicht dann, wenn es nicht im sie geht.
Verstehe ich nicht. Mir geht es darum, anderen zu helfen. Anderen einen möglichen Weg zu zeigen oder zu ermöglichen. Viele NT verstehe mich nicht. Sie verstehen nicht, wie ich das kann. Auch wenn ich mich manchmal selber überfordere. Wenn mir dadurch alles zu viele wird. Das gehört eben dazu.
Ich kann nicht einfach arbeiten gehen und das war es. Kann nicht einfach nur denken, endlich frei oder Ferien. Das ist nicht mein Ding. Aber viele, die meisten NT, denken so. Sie wollen ihre Ruhe und sich nicht um andere kümmern. Nur um sich selber. Es geht ihnen darum wie sie sich fühlen. Was sie wollen. Was für sie wichtig ist. Mir ist das alles egal. Mir geht es eben um mehr. Mir geht es darum für andere da zu sein. Anderen einen Wg zu ebnen. Nicht einfach nur meine Pflicht und Soll zu erfüllen. Nicht mein Ding.
Egoismus ist etwas, das in der heutigen Zeit IN ist. Man denkt nur an sich. Es geht um einem selber. Viele habe alles und mehr. Was das MEHR auch immer sein mag. Ich bin zufrieden mit dem was ich habe. Dankbar. Aber das sind die wenigsten. Sie wollen immer mehr und mehr. Egal zu welchem Preis. Auch wenn andere Menschen darunter leiden müssen. Wenn sie sterben oder ein unwürdiges Leben haben. Ihnen ist das egal, solange sie bekommen, was sie wollen.
Mir nicht. Ich achte darauf, dass der Schaden den ich an der Welt verursache, so klein wie möglich ist. Wie tue ich das? Nun, wenig Wasser und Strom brauchen. Einfach was ich gerade so brauche. Wenig Fleisch essen. Wenig von allem konsumieren. Nicht sinnlos in der Gegen rumfliegen. Nur für Ferien. Nicht mein Ding. Aber die NT tun das. Sie wollen sich nicht einschränken. Wollen auf nichts verzichten müssen. Es geht nur um sie. Egoismus.
Dabei wäre alles so einfach. Weniger von allem bedeutet doch mehr für alle. Weniger bedeutet für mich mehr Freiheit. Ich muss mich nicht einschränken oder auf etwas verzichten. Das verstehen aber viele nicht. Sie denken, ich kann es mir nicht leisten, oder ich spinne. Bin nicht normal. Was nach ihrer Definition ja auch stimmt. Ich sage immer, das ich nicht normal bin, aber ich habe dies schriftlich.
Wie auch immer. Die Menschen denken, dass sich alles um sie drehen muss. Das sie sich ausleben müssen. Das dies OK ist. Das sehe ich nicht so. Denn wenn die Gesellschaft keine Grenzen mehr kennt, dann führt dies immer zu Konflikten. Diese können jeden Tag in den News gelesen und betrachtet werden. Die Grenzen des einen ist der Beginn des anderen. Nur, wenn es keine Grenzen mehr gibt, dann haben wir ein Problem. Aber wer will heute schon zu Gunsten von anderen auf was verzichten? Du?
Ich jedenfalls tue dies. Denn mir ist es wichtig, dass ich mich nicht einfach hemmungslos allem was ich tun will, hingebe. Das mir alles einfach egal ist. Solange ich bekomme, was ich will. Das ist nicht mein Denke. Vielleicht denke ich nicht mehr zeitgemäss, aber es ist mein denken. Altruistisch eben. Dies von einem Autisten. Naja, ich bin Autist. Aber ich bin auch Mensch.

Mittwoch, 22. Februar 2017

Asperger und die innere Ruhe finden

Wir leben in einer Welt, die immer lauter wird. Sie immer hektischer ist. Die nie zur Ruhe kommt. Wie soll der Mensch da noch Ruhe finden? Es gibt viele Wellnessprogramme. Ideen wie man die inner Ruhe finden kann. Aber ich denke, sie alle sind wirkungslos.
Wieso ich das denke? Nun, weil ich viele ausprobiert habe. Gebracht hat das alles nichts. Denn allem ist eines gemeinsam. Man muss irgendwohin. Muss was tun. Es gibt ein Programm. Es hat viele Menschen. Es ist ein Chaos.
Wie also die innere Ruhe finden? Im Aussen ist sie nicht zu finden. Wie die Bezeichnung schon sagt. Innere Ruhe. Innen. Es geht darum, mit sich alleine zu sein. Sich auf sich zu konzentrieren. Meditieren eben. Das ist nicht einfach. Ich weiss. Aber es lohnt sich. Mit der Zeit erkennt man, dass das mehr bringt, als all die Versprechen die von der Wellnessindustrie gemacht werden. Die wollen nur unser Geld.
Autisten so sagt man, sind immer bei sich. Denken nur an sich. Also müsste es doch für uns sehr einfach sein, die innere Ruhe zu finden. Dem ist meiner Erfahrung nach aber nicht so. Denn auch wir haben viele Gedanken. Bilder. Sie können nicht so einfach abgeschaltet werden. Auch habe viele von uns eine grosse Unruhe in sich. Auch wenn sie gegen Aussen nicht sichtbar ist. Das weiss ich aus vielen Gesprächen mit Autisten. Sie beschäftigen sich mit Dingen, welche die NT nicht verstehen. Wie also die innere Ruhe finden? Es braucht, so sagt man, eine Anleitung. Ich sage nein. Es braucht nur Ruhe und den Willen einfach nichts zu tun. Lernen zu erkennen. Lernen auf sich zu hören. Nicht auf das, was andere sagen. Zu erkennen, dass man auch was kann. Das man zu dem stehen soll, was man denkt.
Was aber die Gefahr ist, ist, dass man sich in sich verliert. Sprich den Bezug zur Aussenwelt verliert. Auch das ist mir passiert. Ich lebte nur noch in meiner Welt. Alles andere war mir egal. Also musste ich einen Weg finden, wie ich beides kann. Denn ich kann ja nicht nur meditieren und sein. Muss ja auch mein Geld verdienen. Muss auch was leisten. Sobald aber dieser Gedanke wieder kommt, ist es mit der inneren Ruhe vorbei. Dann verschwinden die Guten Vorsätze wieder. Die Gedanken an innere Ruhe. Hektik. Die Frage ist, wie kann ich die innere Ruhe mit in den Alltag nehmen? Wie kann sie mir helfen ruhiger zu beleiben. Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten. Den sie ist für jeden Menschen anders. Dabei spielt es keine Rolle ob Autist oder NT. Es geht um den Menschen.
Genau das aber ist das Problem der heutigen Welt. Es geht nicht um den Menschen, sondern um den Profit. Die Macht. Gier. Es geht darum alles zu haben. Alles zu sein. Dabei verlieren sich die Menschen immer mehr in Gedanken die nichts mehr mit der Realität zu tun haben. Sie meinen, weil sie Geld haben, könne sie alles. Dürfen sie alles. Manchmal ist es doch so, wer weniger hat, der hat mehr.
Ich suche lieber meine innere Ruhe, als Ruhm und Geld. Suche meinen Frieden als den Profit. Will nicht so sein wie die anderen, denn es nur um das Aussen geht. Das ist einfach nicht mein Ding. Mir geht es darum anderen Menschen zu helfen. Sprich Autisten. Aber auch ich lasse mir helfen. Denn ich habe erkannt, dass ich nicht alles alleine tun kann. Was für viele nicht einfach ist. Hilfe zu akzeptieren. Aber es ist ein Teil des Weges die innere Ruhe zu finden. Loszulassen. Sich nicht um alles kümmern zu müssen. Aber auch anderen zu helfen. Für mich ist das sehr wichtig. Denn nur so komme ich mir gebraucht vor. Einfach nur eine Arbeit tun und dann wieder nach Hause zu fahren, ist nicht meins. Ich muss was für die Menschen tun. So finde ich meine innere Ruhe.
Aber auch durch das lernen mit meinen Gedanken umzugehen. Durch, wie Oben geschrieben, meditieren. Das hilft mir sehr. Klar mal mehr mal weniger. Es ist nicht so, dass es immer hilft. Denn ich kann meine Gedanken auch nicht einfach ausschalten. Aber ich versuche es jeden Tag. Es ist wie Essen. Einfach für den Geist. Manchmal schmeckt einem das Essen und mal nicht. Mit dem meditieren ist es bei mir auch so. Mal passt es und mal eben nicht. Aber ich versuche es so zu nehmen wie es ist und mich nicht ab mir zu nerven. Was nicht immer einfach ist. Aber es ist eine Frage des Übens.
Das ist meine Idee wie die innere Ruhe gefunden werden kann. Nun, habe ich sie gefunden? Nein. Nicht konstant. Das gelingt mir auch nicht. Muss es auch nicht. Mir ist wichtig, dass ich ein Werkzeug habe, auf das ich zurückgreifen kann. Auf das ich mich verlassen kann. Auch wenn es nicht immer das Ergebnis bringt, das ich erhoffe. Aber das macht nicht. Denn, es ist ein Weg. Die innere Ruhe findet nur der, welcher immer an sich arbeitet. Aber Achtung! Das alles hat nichts mit Egoismus zu tun. Im Gegenteil. Es geht eben darum das man erkennt, das man nicht alleine ist. Und, auch nicht alles alleine tun muss.
Für mich war diese Erkenntnis sehr wichtig. Und ich dacht, ich teile sie mit euch. Vielleicht hilft sie dem einen oder anderen.

Samstag, 18. Februar 2017

Asperger und die Gefühlskälte

Etwas was ich immer mal wieder lese und auch höre ist, dass wir Autisten gefühlskalt sind. Das wir gar keine oder nur sehr wenige Gefühle haben. Da stellt sich für mich die Frage, haben die die das behaupten überhaupt eine Ahnung von uns Autisten? Ich denke nicht.
Das Problem ist, das wir anders reagieren als die NT. Oder anders gesagt, sie verstehen unsere Reaktion nicht.
Auf der anderen Seite frage ich mich, ob die NT Gefühle haben. Denn wenn ich mir die Welt so ansehe, kommen mir doch Zweifel. Eine Sache wird immer wieder erwähnt. Angst. Die scheinen sie zu kennen. Aber egal, das ist jetzt nicht das Thema.
Weiter. Gefühlskälte. Nun, ich weiss, dass ich manchmal sehr komisch für NT reagieren kann. Das meine Bemerkungen nicht immer für sie passend sind. Für mich schon. Frage? Wer hat recht? Beide. Denn es ist ja nicht so, dass die NT recht haben, und wir nicht. Sie meinen es bloss. Aber eben, sie irren, wie so oft.
Sie sprechen von Gefühlen. Alles muss immer mit Gefühlen beschrieben werden. Ein beliebter NT-Satz ist, ich habe das Gefühlt das... Echt jetzt? Was für ein Gefühl beschreiben sie? Oder ist es einfach nur ein Satz der keinen Inhalt hat. Also Worte ohne Wert? Ich sage immer, ich denke das.... Nun, das stimmt auch. Ich sage es nicht nur, sondern ich meine es auch so. Ich denke. Aber ich habe das Gefühl das... Echt das geht nicht. Es gibt kein solches Gefühl.
Auch gibt es eine lange Liste mit Gefühlen. Was es da alles gibt. Nun, da stellt sich für mich die Frage, wie leben die NT den überhaupt? Ja, können die den überhaupt noch leben, bei all den Gefühlen die sie scheinbar haben. Nein. Sie leben nicht, sie sind einfach. So kommen mir die meisten jedenfalls vor. Denn sie wissen nicht was sie tun. Etwa so. War das gemein?
Etwas anderes ist, das sie sich schnell in ihren Gefühlen verletzt fühlen. Also echt liebe NT? Was soll das? Ich meine, deshalb so ein Theater zu machen? Verstehe ich nicht. War das gemeint? Keine Ahnung.
Wir könnten auch die ganze zeit klagen. Aber tun wir es? Ich meine machen wir wegen jeder Kleinigkeit gleich ein riesen Ding daraus, wie die NT? Nein. Argument, wir kommunizieren nicht. Haben damit Probleme. Sicher, aber wir können es auch. Sonst würde diese Blog leer sein. Es gäbe keine Bücher. Keine Vorträge von uns. Also, wir kommunizieren. Einfach auf eine andere Art.
Wie dem auch sei. Ich habe auch Gefühle. Alle Menschen haben sie. Die Frage ist doch, was sie bedeuten. Da denke ich, haben wir ein Problem. Ich kenne die Freude. Trauer. Wut. Ekel. Die kann ich beschreiben. Den Rest nicht. Ist das schlimm? Nein. Für mich ist das normal. Uns aber wegen so was als nicht normal zu bezeichnen, ist nicht normal.
Gefühle sind nicht alles. Für mich sind es die Gedanken. Das Denken. Alles ist eine Kopfsache. Für mich. Damit kann ich was anfangen.
Ob das NT verstehen, weiss ich nicht. Das Eine ist nicht besser als das andere. Nur eben anders. So wie wir anders gleich sind.
NT müssen unsere Sprache verstehen lernen. Wir sagen vieles anders als sie. Oder wir schenken den liebsten etwas, das nicht wie Liebe aussieht, dies aber bedeutet. Etwas Technisches vielleicht, statt Blumen. Die Bedeutung ist die Selbe. Das Problem ist das das Verstehen. Aber ich denke, was wir schon. Menschen sind Menschen. Sie müssen lernen, dass es nicht nur ihre Meinung uns Sichtweise gibt, sondern noch andere. Gefühle hin oder her.