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Samstag, 18. Februar 2017

Asperger und die Gefühlskälte

Etwas was ich immer mal wieder lese und auch höre ist, dass wir Autisten gefühlskalt sind. Das wir gar keine oder nur sehr wenige Gefühle haben. Da stellt sich für mich die Frage, haben die die das behaupten überhaupt eine Ahnung von uns Autisten? Ich denke nicht.
Das Problem ist, das wir anders reagieren als die NT. Oder anders gesagt, sie verstehen unsere Reaktion nicht.
Auf der anderen Seite frage ich mich, ob die NT Gefühle haben. Denn wenn ich mir die Welt so ansehe, kommen mir doch Zweifel. Eine Sache wird immer wieder erwähnt. Angst. Die scheinen sie zu kennen. Aber egal, das ist jetzt nicht das Thema.
Weiter. Gefühlskälte. Nun, ich weiss, dass ich manchmal sehr komisch für NT reagieren kann. Das meine Bemerkungen nicht immer für sie passend sind. Für mich schon. Frage? Wer hat recht? Beide. Denn es ist ja nicht so, dass die NT recht haben, und wir nicht. Sie meinen es bloss. Aber eben, sie irren, wie so oft.
Sie sprechen von Gefühlen. Alles muss immer mit Gefühlen beschrieben werden. Ein beliebter NT-Satz ist, ich habe das Gefühlt das... Echt jetzt? Was für ein Gefühl beschreiben sie? Oder ist es einfach nur ein Satz der keinen Inhalt hat. Also Worte ohne Wert? Ich sage immer, ich denke das.... Nun, das stimmt auch. Ich sage es nicht nur, sondern ich meine es auch so. Ich denke. Aber ich habe das Gefühl das... Echt das geht nicht. Es gibt kein solches Gefühl.
Auch gibt es eine lange Liste mit Gefühlen. Was es da alles gibt. Nun, da stellt sich für mich die Frage, wie leben die NT den überhaupt? Ja, können die den überhaupt noch leben, bei all den Gefühlen die sie scheinbar haben. Nein. Sie leben nicht, sie sind einfach. So kommen mir die meisten jedenfalls vor. Denn sie wissen nicht was sie tun. Etwa so. War das gemein?
Etwas anderes ist, das sie sich schnell in ihren Gefühlen verletzt fühlen. Also echt liebe NT? Was soll das? Ich meine, deshalb so ein Theater zu machen? Verstehe ich nicht. War das gemeint? Keine Ahnung.
Wir könnten auch die ganze zeit klagen. Aber tun wir es? Ich meine machen wir wegen jeder Kleinigkeit gleich ein riesen Ding daraus, wie die NT? Nein. Argument, wir kommunizieren nicht. Haben damit Probleme. Sicher, aber wir können es auch. Sonst würde diese Blog leer sein. Es gäbe keine Bücher. Keine Vorträge von uns. Also, wir kommunizieren. Einfach auf eine andere Art.
Wie dem auch sei. Ich habe auch Gefühle. Alle Menschen haben sie. Die Frage ist doch, was sie bedeuten. Da denke ich, haben wir ein Problem. Ich kenne die Freude. Trauer. Wut. Ekel. Die kann ich beschreiben. Den Rest nicht. Ist das schlimm? Nein. Für mich ist das normal. Uns aber wegen so was als nicht normal zu bezeichnen, ist nicht normal.
Gefühle sind nicht alles. Für mich sind es die Gedanken. Das Denken. Alles ist eine Kopfsache. Für mich. Damit kann ich was anfangen.
Ob das NT verstehen, weiss ich nicht. Das Eine ist nicht besser als das andere. Nur eben anders. So wie wir anders gleich sind.
NT müssen unsere Sprache verstehen lernen. Wir sagen vieles anders als sie. Oder wir schenken den liebsten etwas, das nicht wie Liebe aussieht, dies aber bedeutet. Etwas Technisches vielleicht, statt Blumen. Die Bedeutung ist die Selbe. Das Problem ist das das Verstehen. Aber ich denke, was wir schon. Menschen sind Menschen. Sie müssen lernen, dass es nicht nur ihre Meinung uns Sichtweise gibt, sondern noch andere. Gefühle hin oder her.

Dienstag, 14. Februar 2017

Asperger und die Gesellschaft

Wenn ich mir ansehe, was es heute alles gibt. Was für Diagnosen. Was für Bezeichnungen die NT sich geben. Die einen sind Vegan, die anderen Vegetarier, die anderen Individualisten. Wieder andere sind Androgyn. Gibt es auch normale Menschen? Gibt es auch solche die nicht irgendwas sind? Nur eben Mensch. Sicher, aber die werden immer weniger. Die NT definieren sich über das was sie besitzen. Was sie sind im Job. Wie sie sich bezeichnen. Hauptsache abgrenzen. Sie wollen anders als alle anders sein. Speziell eben.
Wieso ich das schreibe? Nun, es wird so für Menschen wie uns, immer schwieriger sich Gehör zu verschaffen. Aufmerksamkeit. Denn, wir sind auf Hilfe angewiesen. Dem ist so. Wir tun nicht einfach so wie wir sind, sondern wir sind eben so. Die Diagnose ist nur der Anfang. Was danach folgt ist ein sich mit sich auseinandersetzen. Ein Lernen. Ein sein Leben umstellen. Mit dem Gedanken leben behindert zu sein. Das hat nichts mehr mit, ich bin individuell zu tun. Mit ich muss mich abgrenzen. Sondern mit einer Definition die von der Gesellschaft kommt und nicht von uns. Das ist für mich ein Unterschied.
Wie also sollen wir der individualisierten Gesellschaft beibringen, das wir eben nicht so sind wie sie. Das unser Anliegen ernst ist. Das wir auch eine Chance in der Welt haben wollen. Das wir auch ein Recht haben auf normale Jobs. Das wir auch Familie haben wollen. Eine Wohnung. Ein Auto. Ferien. Klar, das wollen nicht alle. Aber es muss für diejenigen die das wollen, auch möglich sein, es zu erreichen. Was im Moment nicht so einfach ist. Denn wir müssen immer noch mit sehr vielen Vorurteilen kämpfen. Müssen beweisen, das wir was können. Das ist manchmal ermüdend. Einfach besser sein als andere. Für das Selbe. Aber es ist nun mal so.
Die NT, viele denken, wir alle seinen Genies. Wir können alles. Da irren sie sich. Aber dieses Denken ist nicht so einfach aus der Gesellschaft zu bringen. Dafür muss noch einiges getan werden.
Ich versuche dies, indem ich unter anderem bei Swisscom arbeite. Nicht einfach ein Job, sondern einer der eine hohe Qualifikation erfordert. Ich habe meine Projekte und meine Aufgaben. Nebenbei versuche ich auch für uns Autisten Werbung zu machen. Ich will beweisen, das wir auch in so einem riesigen Milliarden-Konzern arbeiten können. Das ist mein kleiner bescheidener Beitrag. Mehr kann ich im Moment nicht tun. Klar ich schreibe in diesem Blog.
Ich hoffe das auch er zum besseren Verständnis beitragen kann. Das er den NT zeigt, dass wir auch Menschen sind. Eben anders, aber doch Menschen.
Die Gesellschaft ist heute, so kommt sie mir vor, sehr viel egoistischer als früher. Heute schaut jeder nur für sich und seine Vorteile. Das ist nicht unsere Art. Damit haben Autisten Mühe. Dieses Kämpfen. Man sagt von uns, wir können nur an uns denken. Nun, das stimmt so eben doch nicht. Auch NT denken nur an sich. So kommt es mir jedenfalls vor. Eine Gesellschaft von Egos und Narzissten. Unter ihnen noch ein paar Autisten die versuchen in so einer Welt zurecht zu kommen. Schöne neue Welt ist das. Ich versuche so wenig wie ich kann mit der Gesellschaft was zu tun zu haben. Eben weil ich dieses Getue nicht mehr ertragen kann. Dieses sich zur Schau stellen. Jahrmarkt der Eitelkeiten. Ist nicht mein Ding.
Ich lebe lieber bescheiden und zufrieden da wo ich wohne. Da habe ich meine Ruhe. Es ist nicht Hip und IN da wo ich wohne. Aber grün und es hat Kühe. Wieso auch nicht? Etwas anders als die Gesellschaft meint das man leben muss. Sie sehnen sich nach Ruhe. Ich habe Ruhe. Sie sehnen sich nach anders sein. Wir sind es. Wir haben das was sie wollen. Ich denke, damit haben auch einige NT Probleme. Denn wir sind das, was sie sein wollen. Speziell. Auch wenn ich mich selber nicht so sehe, sondern einfach nur als Mensch und auch als Teil der Gesellschaft. Auch wenn ich sie nicht verstehe, so sehe ich mich doch als Teil in ihr an.

Freitag, 10. Februar 2017

Asperger und die schlechte Welt

Die Welt ist schlecht. Alle Menschen sind dumm und haben keine Ahnung. Diese Haltung habe ich schon von vielen gehört. Nun, ich teile diese Meinung NICHT. Denn die Welt in sich ist nicht schlecht. Sie ist komisch, ja. Aber nicht schlecht. Die Menschen sind dumm. Nein auch das stimmt für mich so nicht. Sie sind nicht dumm. Komisch, ja. Sie haben keine Ahnung. Nein. Sie denken einfach oft nicht nach. Es ist immer eine Frage der Perspektive.
Wie auch immer. Die Welt und die Menschen sind so wie sie sind. Ändern können auch wir sie nicht. Sie uns nicht. Das muss auch nicht sein. Wozu auch? Das ergäbe für mich so keinen Sinn. Das wäre Energie für nichts verbraucht.
Wenn ich mir die Nachrichten von heute ansehe, kommen mir aber manchmal Zweifel, ob mit der Welt und den Menschen, NT, noch alles OK ist. Denn das Chaos das sie verursachen ist nicht ohne. Sie sind verwirrt und fühlen sich rasch in ihren Gefühlen verletzt. Das verstehe ich nicht. Sie aber wegen dem als dumm und schlecht zu bezeichnen. Nein. Ich nehme es als gegeben hin. Denn, wieso soll ich mich nerven oder sorgen, wenn ich am Ganze nichts ändern kann? Wenn ich nur versuchen kann, in meiner Umgebung etwas Positives zu bewirken. Wenn ich versuche anständig zu sein. Nicht auszurasten. Ich nehme heute vieles gelassener als früher. Schaue oft einmal zu. Denke nach. Spreche danach erst. Klar, das gelingt auch nicht immer. Aber ich versuche es. Vielleicht wird die Welt so ein wenig besser. Vielleicht. Wissen tue ich es nicht.
Es gab mal ein Zeit, da war die Welt für mich schlecht. Das ist aber Jahre her. Das war in einer Zeit, als mein altes Leben aufhörte zu sein und das Neue noch nicht war. Die Übergangszeit eben. Doch auch diese ging vorüber. Was ich gelernt habe, ist das ich nicht alles wissen kann und muss. Das ich nicht alles alleine tun muss. Dass ich Hilfe annehmen kann und soll. Viele denken, das müssen sie nicht. Sie wissen es besser. Wer weiss schon alles? Niemand.
Die Welt und die Menschen sind also nicht schlecht. Es ist nur immer eine Frage der Perspektive. Eine Frage der Einstellung. Eine Frage wie man zu sich selber steht. Ist die Meinung über andere nicht auch eine Reflektion seiner selbst? Wieso nicht? Denk mal nach. Für ist es so. Ich kann nicht, wenn ich schlecht gelaunt bin einfach alles als schlecht bezeichnen. Kann doch nicht einfach sagen, die Welt sei schlecht, dies nur, weil ich übel gelaunt bin.
Ich weiss, das viele damit ein Problem haben. Sie sehen ihre Situation als ein Konstrukt von anderen. Sie selber tragen keine Schuld daran. Nun, jeder ist für sich selber verantwortlich. Klar, kann man nicht alles beeinflussen. Aber doch mehr als viele meinen. Ich wollte auch vieles in meinem Leben nicht. Und doch habe ich daraus auch viel Positives gelernt. Denn ich denke nicht in Sieg oder Niederlage. Sonder in Erkenntnis. Alles was ich tue was ich sehe, gibt mir Erkenntnis. Wozu ich die brauche? Keine Ahnung. Aber es schadet ja niemanden. Auch mir nicht.
Die Welt ist also nicht schlecht. Die Menschen nicht dumm und haben keine Ahnung. Das ist mein Fazit aus meinen Erfahrungen. Auch wenn ich manchmal was anderes sage. So ist dies als Provokation zu sehen und zu verstehen. Als eine andere Sichtweise. Sie ist nicht mein. Es sind Worte. Was die aber manchmal bewirken können, erstaunt mich doch immer wieder.
Sind wir Autisten schlecht oder dumm? Manchmal denke ich, die NT denken so. Aber dann erkenne ich, dass sie oft einfach keine Ahnung haben oder unsicher sind. Das kann ich verstehen. Denn, ein Menschen der nicht so ist, wie man selber macht Angst. Nicht mir, aber vielen NT. Ich denke das alles ist einer der Gründe wieso so viel Chaos auf der Welt ist. Die Menschen, NT, wissen nicht mehr weiter. Sie sind ob dem was alles passiert einfach verunsichert und haben Angst. Zu kurz gegriffen? Mag sein. Aber es ist einfach ein Gedanken. Ergo der Mensch ist wie er ist. Ich denke, mit mehr Toleranz und Verständnis wäre schon viel getan. Nicht nur für uns Autisten, sondern für alle Menschen. So wird aus der scheinbar schlechten dummen Welt eine, die wieder besser ist. Eine in der positive Gedanken sind. Ein Anfang kann jeder tun.

Montag, 6. Februar 2017

Asperger und psychische Störungen

Psychische Störungen. Zwei Worte, die ich immer und immer wieder lese oder höre. Auch im Zusammenhang mit dem Asperger-Syndrom, Autismus. Ja, sind wird den psychisch gestört? Sind wir es wirklich? Oder aber wollen die NT uns da auch noch hinhaben? Einfach alles was nicht NT ist, ist gestört. So einfach ist das in der NT-Welt.
Aber nicht in meiner. Ich sehe uns Autisten nicht als gestört an. Also psychisch gestört. Einfach als nicht NT. Als anders. Als Mensche die die Welt anders sehen. Anders wahrnehmen Das schreibe ich nun seit 5 Jahren. Mir fällt bis heute einfach nichts besseres ein.
Wie auch immer. Psychische Störungen scheinen zuzunehmen. Das belegen die neuesten Zahlen. Sie sagen aus, das immer mehr Menschen an einer psychischen Störung leiden. Am Rande. Leiden wir? Weiter. Angststörungen, Depressionen, Postraumatischestörungen. Und weiss nicht was auch noch für welche andere. Jedenfalls gibt es immer wieder neue Störungen. Auch wir werden ab und zu erwähnt. Das ist falsch so. Wir sind, wie Oben geschrieben, nicht gestört. Nur weil wir einiges von dem was NT können, nicht können, heisst das dies noch lange nicht. Gestört. Wir sind wir. Wir sind Menschen. Wir leben. Wir haben das selbe Recht wie die NT. Gut, ich gebe zu, dass ich vieles, von dem was NT können, nicht kann. Ja und? Ich komme auch so durchs Leben. Kann arbeiten. Kann leben. Kann sogar Autofahren und Steuern bezahlen. Alles wie die NT. Wieso also sollten wir als gestört bezeichnet werden.
Schon der neue Ausdruck. ASS. Autismus-Spektrums-Störung. Wieder, Störung. Nein echt, liebe NT. Das geht so nicht. Wie sind nicht gestört. Manchmal frage ich mich, ob nicht ihr es seit, die gestört sind. Die einfach alle anderen als solche bezeichnen, dabei seit ihr es selber. Wenn ich mir die Welt ansehe, denke ich oft, dass dem so ist. Doch leider sehen die NT das nicht so. Wieso? Weil sie die Mehrheit sind. Weil sie bestimmen. Nicht wir. Wir müssen uns dem fügen, was sie als gestört und normal bezeichnen. Wir können da nichts tun. Egal was wir auch tun. Wir stossen auf eine Mauer aus Unverständnis und Arroganz. Ablehnung. Er übertreibt mal wieder denken sicher einige von euch jetzt. Sicher, es sollte provokativ sein. Das regt doch das Denken an. Naja, ich weiss, auch das viele Autisten die Welt da draussen einfach ertragen. Still vor sich hin leiden. Nicht wegen des Autismus, sondern wegen der NT-Welt und wie sie ist. Sie ertragen einfach alles. Ja, sie brechen auch mal zusammen. Andere versuchen zu kämpfen. Wie ich. Aber ich bin nicht alleine. Sondern es gibt viele wie mich, die versuchen den NT zu zeigen, dass wir auch Menschen sind. Menschen mit Gefühlen. Mit Träumen. Ideen. Nicht einfach solche, die in ihrer Welt versunken sind. Solche die nichts mit der Welt zu tun haben wollen. Wollte ich nichts mir ihr zu tun haben, der Welt, so würde ich nicht jeden Tag ausstehen und arbeiten gehen. Würde nicht versuchen mein Leben selber zu meistern. Wobei, alleine bin ich ja nicht. Zum Glücke habe ich noch meine sehr liebe und verständnisvolle Frau. Sie zeigt mir auch immer wieder das ich eben anders bin, sicher, aber nicht psychisch gestört. Das ich für sie normal bin. Eben anders, aber normal. Danke.
Jedenfalls sind die psychischen Störungen wie es scheint IN. Sprich, es ist wie ein Trend. Sie werden immer mehr und mehr. Ich frage mich, ob am Ende nicht alle irgend eine Diagnose haben. Denn, so eine Diagnose unterscheidet einem doch von anderen. Man meint, man sei was Spezielles. Was ja nicht stimmt. Man ist einfach Mensch. So jedenfalls sehe ich mich. Mir ist es egal ob mich NT als gestört betrachten oder nicht. Ich lebe einfach mein Leben und versuche trotz aller Hindernisse das Beste draus zum machen. Denn, ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich auch mal für uns die Situation bessert und wir nicht einfach als Gestörte oder Komische betrachtet werden.

Donnerstag, 2. Februar 2017

Asperger und Grossraumbüros

Seit nun mehr etwas über 5 Monaten arbeite ich in einem Grossraumbüro. Etwas, dass laut Theorie von Autisten nicht machbar ist. Wir, so die Theorie benötigen unsere Ruhe. Nun, dem ist aber nicht nur bei uns so, sondern auch bei den NT. Auch die ertragen zu viel Lärm und Chaos nicht. Sie haben aber, im Unterschied zu mir, Filter. Sie können ausblenden. Ich nicht. Dennoch arbeit ich in einem Grossraumbüro. 4 Tag pro Woche.
Für mich ist es ok so. Denn ich kann so im Team arbeiten, was mir wichtig ist. Wäre ich einfach in einem eigenen Raum, so käme ich mir sehr schnell abgeschoben vor. Nicht zugehörig. Das aber ist mir sehr wichtig, das ich zum Team gehöre. Ich hoffe, das Team sieht das auch so.
Es geht mir nicht darum jetzt einfach zu behaupten, das ein Grossraumbüro für Autisten kein Problem ist. Das alle das können. Ich kenne sehr viele, die könnten das so nicht. Die sind mehr auf Ruhe angewiesen als ich. Die können nicht so Teamarbeit machen wie ich. Für die gibt es auch Lösungen. Aber das ist nicht das Thema.
Sondern eben, wie ist es als Autist in einem Grossraumbüro? Was stört mich? Nun, manchmal, das gebe ich zu, wird es mir zu viel. Zu laut. Aber das ist da wo ich arbeite, meistens nur von kurzer Dauer. Danach ist wieder Ruhe. Das mal was besprochen wird ist für mich kein Problem. Auch das ich plötzlich angesprochen werde oder jemand neben mir steht, ist kein Problem mehr. Zu Beginn, war es das. Aber jetzt nicht mehr. Es ist wie mit so vielem, einfach eine Frage der Übung. Ich sage nicht des Willens. Denn es hat meiner Meinung nach damit nichts zu tun. Es ist üben üben üben. Sicher auch Wollen. Aber, wenn man wirklich andere Menschen nicht ertragen kann, dann bringt alles nichts. Das am Rande.
Ich jedenfalls bin froh, dass ich diese Erfahrung machen darf. Denn so kann ich einerseits Arbeitgeber besser beraten, aber auch Autisten helfen. Denn es gibt im Normalfall für alles ein Lösung.
Beispiel. Ich bin sehr sehr Lichtempfindlich. Genau über meinem Arbeitsplatz hat es eine sehr helle Lampe. Für mich ein Grund da nicht hinzugehen. Was habe ich gemacht? Den Stecker gezogen. So geht die Lampe nicht mehr an. Problem gelöst. Für mich stimmt es so. Eine kleine Veränderung mit einer sehr grossen Wirkung. Das meine ich damit. Es braucht oft nicht sehr viel, das auch Autisten mit NT arbeiten können. Diese sind aber für NT nicht sichtbar und Autisten denken oft in JA und NEIN. Kann ich ertragen oder nicht. Ich habe eben die Erfahrung gemacht, das es sich lohnen kann, ein Lösung zu suchen. Also nicht JA oder NEIN, sondern etwas NEUES. Nicht was dazwischen. Keinen Kompromiss. Die mag ich nicht.
Zu Beginn war ich am Abend jeweil geschafft. Aber heute, kann ich auch die Abende geniessen. Es ist nicht mehr so, dass ich komplett nicht mehr mag. Klar, nach einem Arbeitstag ist mich müde. Aber so, ist es ok. Müde ja, kaputt, nein. Es sollte keine Lobeshymne auf das Grossraumbüro werden, aber ich denke, es ist interessant zu erfahren, dass es geht. Das es eben die kleinen Dinge und Veränderungen sein können die es uns Autisten ermöglichen in der Welt der NT zu arbeiten und auch ein selbsstädniges Leben zu führen. 

Sonntag, 29. Januar 2017

Asperger und Pausen

Pausen. Ich werde immer mal gefragt, ob ich mit NT Pause mache. Sprich, Mittagspause. Sicher doch. Wieso sollte ich nicht? Es ist meine Freizeit. Sicher. Aber ich habe beschlossen, dass trotz des Lärmes und des Smalltalks, ich mit ihnen mitgehe. Dass ich mich dem aussetze. Jeden Arbeitstag. Das ist für viele, die ich kenne, nicht vorstellbar. Für mich aber ist es Alltag. Was nicht immer so war. Ich musste mich auch zuerst wieder daran gewöhnen. Heute aber, kann ich es. Auch wenn es nicht immer einfach ist. All die vielen Menschen. Der Lärm. Die Gerüche. Das sinnlose Geschwätz. Aber das ist für die NT nicht so. Es ist Essen. Es ist Sprechen. Pause eben. Für sie hat sie nicht die selbe Bedeutung wie für mich. Mir ist es egal. Mir geht es nur darum, das sich Energie meinem Körper zuführe. Das ist alles. Mehr nicht. Mir geht es nicht um das Gespräch. Das ich mich mit anderen austauschen kann. Andere Menschen sehe. Das muss ich nicht haben. Aber ich gehe trotz allem mit.
Pausen sind für mich ein Übel das ich nicht brauche. Unter dem Tag, mache ich nie Pause. Wieso sollte ich?
Ich bin zu arbeiten da. Nicht um Pause zu machen. Zuhause kann ich dann noch genug Pause machen. NT aber, die sehen das nicht so. So denke ich. Für sie ist das Sozial daran wichtig. Oder auch, dass sie mal Abstand bekommen, wenn sie nicht mehr können. Das sie Probleme besprechen können. Keine Ahnung, wieso die immer Pause machen. Ferien.
Ferien sind ja auch Pausen. Einfach längere. So jedenfalls sehe ich das. Ich bin froh, das ich arbeiten darf und kann. Nicht muss. Leider sehen das viele NT nicht so. Für sie ist es ein MUSS. Sie müssen Geld verdienen. Wegen sich, der Familie. Keine Ahnung. Ich jedenfalls muss nicht arbeiten. Ich darf. Es ist nicht so, das ich so viel Geld habe, das ich nicht arbeiten müsste. Aber ich sehe das einfach anders. Ich sehe die Arbeit als einen Teil meines Lebens an. Es gehört einfach dazu. Also muss ich auch keine Pause machen. Ferien mache ich nur, wenn ich nicht mehr kann. Wenn mir kein Körper sagt, das genug ist. Dann, mache ich Pause. Aber sonst? Nein.
Was hat das alles mit Autismus zu tun? Nun, es wird ja gesagt, dass wir nicht mit anderen in die Mittagspause gehen. Das wir immer Pause brauchen. Schnell am Anschlag sind. Mehr Erholung brauchen. Ich will das nicht verneinen. Aber die NT brauchen das genau so. Wieso also wird bei uns so eine Sache draus gemacht? Weil wir Autisten sind? Ich denke, ja.
Ich selber, habe den Sinn der Pausen nie begriffen. Bis heute nicht. Ich denke, aber ich bin da ziemlich alleine damit. Mir geht es nicht darum, die Pausen abzuschaffen, aber es gehe mit darum, zu zeigen, dass alles eine Sache der Einstellung ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob Autist oder nicht. Schlussendlich muss jeder für sich doch entscheiden, was für ihn gut und richtig ist und was nicht. Dabei sollte es keine Rolle spielen, ob Autist oder nicht. Pause hin oder her.

Mittwoch, 25. Januar 2017

Asperger und die Politik

Wer jetzt denkt, ich schreibe über Politik, der irrt. Mir geht es darum, dass die Politik für uns Autisten zu wenig tut. Wir sind für sie immer noch eine Randerscheinung. Wie sind für sie im Moment einfach ein Teil einer Studie. Es geht ihnen nicht wirklich darum, dass auch wir besser Bedingungen in der Gesellschaft haben.
Die Politik aber wäre doch genau für das da. Das sie zu ihren Bürgern schaut. Sind wir den keine? Ich habe heute gelesen, dass immer mehr Menschen in der Schweiz IV beziehen. Besonders junge. Nur, ich kenne viele Autisten, die alles versuchen, damit sie ein anständiges Leben führen können. Zum Teil mit der IV aber auch ohne. Die Politik ist bis heute zu wenig für unsere Probleme sensibilisiert. Das mag sicher auch daran liegen, das sie einfach nicht selber betroffen sind. Und sicher auch niemanden im privaten Umfeld haben. Sonst wäre das sicher anders. Aber das sind nur Vermutungen. Ich will niemanden etwas unterstellen.
Ich denke aber, dass es für uns auch an der Zeit ist, dass wir den Politiker zeigen, dass wir unter ihnen sind. In der Schweiz wird meiner Meinung nach immer noch viel zu wenig für uns gemacht. Wir werden einfach an die IV abgeschoben. Oder in Heime. Das kann es nicht sein. Wir sind genau so ein Teil der Gesellschaft wie die NT. Ich zum Beispiel beziehe keine IV. Steuern muss ich wie alle anderen auch bezahlen. Trotz meiner Behinderung. Jetzt kann argumentiert werden, dass ich selber Schuld bin. Nun, das mag sein. Aber ich will das nicht. Einfach abgeschoben werden.
Das Problem ist aber, dass nicht alle so sind wie ich. Viele die ich kenne können das so nicht. Sie brauchen Unterstützung. Diese aber ist leider sehr begrenzt. Sie ist nur auf wenige Institutionen verteilt. Diese müssen zum Teil schauen, dass sie das Geld pünktlich von der IV bekommen. Was leider nicht immer der Fall ist. So viel zum Thema Auftrag und Sozial. Wenn es um uns geht, dann kann man ja warten. So jedenfalls kommt mir das ab und zu vor. Die Menschen in den Ämtern sind sich einfach nicht bewusst, dass wir auch Menschen sind. Sie betrachten uns einfach als Fall. Mehr nicht.
Auf der anderen Seite können wir froh sein, dass wir wenigstens ein Minimum an Unterstützung erhalten. In vielen Ländern ist das so nicht der Fall. Da ist die Lage viel schlimmer als bei uns.
Nur, das bringt uns, die in diesem System leben, wenig. Das klinkt jetzt hart, aber denke mal darüber nach. Was kannst du alles an Leistungen geltend machen? Was wird dir zugesprochen? Was hilft dir?
Ich erlebe leider immer wieder, das Berater von den Ämter einfach entscheiden. Das Problem. Sie entscheiden oft zu Ungunsten der Klienten. Sondern so, dass es für sie stimmt. Sie kennen die Lage, in welcher sich viele von uns befinden, nicht.
Ich hoffe einfach, dass sich das eines Tage ändern wird. Das auch wir als Meschen wahrgenommen werden. Als solche, die einfach andere Sichtweisen und Bedürfnisse haben, als die NT. Sie müssen immer noch lernen, das es uns gibt. Dass, so denke ich, wird noch ein paar Jahr dauern. Aber aufgeben tun wir nicht. Viel Autisten wie NT kämpfen für unsere Sache. Was ich sehr schön finde. Besonders, die NT. Das sie uns helfen. Das ist leider nicht selbstverständlich. Bei allen Texten, in welchen ich über die NT lästere, so gebührt doch einigen von ihnen meinen Dank.
So, dass war mein Beitrag zur Politik. Ich hoffe er hat dich zum Denken angeregt.

Samstag, 21. Januar 2017

Asperger und die Veränderung durch die Diagnose

Viele von uns wissen, das sie nicht in das sogenannte Schema der NT passen. Doch sie wussten nicht wieso.
Mir ging es auch so. Ich wusste immer schon, dass ich anders bin. Wobei anderes, nicht gleich besser ist. Oder speziell. Einfach anders. Ich verstand vieles nicht. Was mir erst nach der Diagnose so langsam aber sicher klar wurde. Ich erkannte, dass ich mein Leben neu gestallten musste. Mich kennen lernen. Wissen, wie die Welt der NT funktioniert. Was ich an meinem Leben besser machen musste, das ich doch in der NT-Welt zurecht komme. Ohne, dass ich wieder in der Klinik lande. Denn das galt es zu vermeiden.
Das, fast 6 Jahre danach, kann ich so einfach schreiben. Aber der Weg dahin, war ein weiter. Er war hart. Ich musste vieles, was ich lieb gewonnen hatte, weglassen. Musste erkennen, dass ich nicht einfach so weitermachen kann wie ich es zuvor tat. Das war zu Beginn nicht so einfach. Denn Gewohnheiten aufgeben, das ist nicht mein Ding. Wem seines schon? Deines?
Sicher war es nicht einfach. Doch mit der Zeit und viel Unterstützung lernte ich, was ich bin. Was ich brauche und will.
Die Diagnose hatte mein Leben nicht langsam verändert, sondern von einer Sekunde auf die andere. Mit der Aussage des Arztes, dass ich Asperger habe. Punkt. Das war das Ende des alten Lebens und der Beginn des Neuen. Nicht mehr als Normaler, sondern als Behinderter. So schnell kann es gehen. Gestern noch normal heute nicht mehr. Tja, damit musste ich klar kommen.
Also was tat ich? Bücher lesen. Diese haben mir gezeigt, das wir nichts können und nur Nachteile haben. Das wollte ich so nicht hinnehmen. Also machte ich mich auf die Suche nach mehr. Ich fand aber nichts. Es gab nichts.
So traf ich auf Menschen von der Stiftung Autismuslink. Sie nahmen mich auf und zeigten mir eine andere Welt. Eine Welt die damals noch leer war. Aber in der ich mich entwickeln konnte. Heute, über 5 Jahre später, kann ich mich nicht mehr erinnern, wie ich vor der Diagnose war. Wie ich lebte. Ich habe es vergessen. Bewusst vergessen. Denn es macht keinen Sinn, dass ich versuche, mich daran zu erinnern. Es wäre nur hinderlich.
Was ich aber in all den Jahren gelernt habe ist, das auch wir Menschen sind. Menschen die genau so sind wie die NT. Die einfach das, was NT können nicht so gut oder gar nicht können. Kommunikation. Empathie. Verständnis. Lügen und nur zu seinem eigenen Vorteil leben. Nein, das ist alles nicht das was ich kann.
Ich kann dafür anderes. Macht mich das besser? Nun, zu Beginn dachte ich das. Es heisst ja immer, wir seinen speziell. Das bedeutet doch, besser. Aber ich musste erkennen, das dem überhaupt nicht so ist. Es geht nicht ohne die NT. Aber auch nicht ohne uns. Es geht nur miteinander. Was nicht einfach ist. Denn die NT wissen nicht viel über uns. Ausser Wenige. An diese halte ich mich.
Ich werde auch heute noch ab un zu gefragt, wie es ist Autist zu sein. Wie ist es NT zu sein? Keine Antwort. Also geben ich auch keine. Ehrlich gesagt, ich weiss auch keine Antwort darauf. Wie auch? Ich kann nicht vergleichen.
Was ich aber kann, ist beobachten. Daraus habe ich gelernt, dass die NT nicht hinterfragen können. Nicht Details sehen können. Sie sehen nur die Oberfläche. Alles muss schön sein. Mir ist der Inhalt die Information wichtig. Nicht wie etwas gesagt wird. Wie etwas aussieht. Das spielt für mich keine Rolle. Das ist vielleicht einer der Gründe, wieso ich mich immer wieder wundere, wieso die Welt so komisch ist. Nun für mich, aber nicht für die NT.
Auch sehe ich, dass die NT nie schuld sind. Ich schon. Wenn ich was gemacht habe, dass nicht gut ist, kann ich ohne Problem dies auch gestehen. NT nicht. Wieder so ein Unterschied.
Auf der anderen Seite habe ich auch von den NT vieles gelernt. Denn eines können sie. Erklären, wenn ich sie gezielt nach was frage. Nach einem bestimmten Verhalten. Nach einer bestimmten Reaktion. Sie können mir Antwort geben. Die Antwort deckt sich nie mit dem, was ich mir ausgedacht habe. Aber ich erkenne so, dass sie recht haben. Denn sie geben mir die Antwort die ich gesucht habe. Insofern, habe ich durch die Diagnose mehr über die Menschen gelernt als wenn ich mich als Normaler damit befasst hätte.
Doch das ist nicht alles. Das wäre zu wenig.
Die grösste Veränderung ist die Ruhe. Die Gelassenheit. Ich weiss heute, dass ich nicht immer muss. Das ich auch mal Hilfe annehmen soll wen ich sie brauche. Das ich sagen kann, wenn mir was nicht passt. Ja, auch mal NEIN sagen. Was übrigens mehrere Jahre gebraucht hatte, bis ich das konnte.
Ich versuche auch, denn Menschen so zu akzeptieren wie er ist. Auf ihn einzugehen. Was nicht immer einfach ist. Aber das kennt ihr sicher auch. Es geht mir auch nicht immer darum, dass ich Autist bin. Manchmal bin ich dessen müde. Ich will einfach Mensch sein. Als solcher wahrgenommen werden. Was leider nicht oft passiert. Denn einmal Autist, und die anderen wissen es, immer Autist. Sie sehen mich nur als solchen. Womit ich mittlerweile gut leben kann. Mir macht es nicht mehr aus.
Was ich nach der Diagnose auch wollte, ist das ich gehört werden. Das ich den Menschen meine Gedanken und Ideen mitteile. Nicht als Belehrung oder als ich weiss alles besser. Sondern einfach weil ich das Bedürfnis hatte. Etwas, was ich mich zuvor nicht getraut habe. Denn ich ging immer davon aus, dass sich niemand für das interessiert, was ich denke und sage. Ich wurde eines besseren belehrt.
Zusammengefasst, hat mir die Diagnose eines gebracht. Selbstvertrauen. Klingt komisch. Ist aber so. Trotz alldem was ich erlebt habe, habe ich heute mehr Selbstvertrauen. Ich weiss was ich kann und was nicht. Ich sage nicht einfach mehr JA damit die anderen zufrieden sind. Sondern sage auch mal nein. Sage wenn  ich was brauche. Wenn was nicht stimmt. Kurz, die Diagnose hat mein Leben zu Positiven verändert. Auch wenn es zu Beginn nicht so ausgesehen hatte. Es hatte was sehr Negatives. Aber wie so oft im Leben, ist das Negative das, was sich ab Schluss als das Positive herausstellt. Auch die Diagnose Autismus. Denn sie hilft mir, dass ich mich auch mehr auf mich fokussieren kann. Sie hilft mir, dass ich bewusster leben kann. So leben kann, dass es für mich stimmt.

Dienstag, 17. Januar 2017

Asperger und Demut

Demut. Ein Wort das religiöse Menschen brauchen. Doch was macht es in meinem Blog? Es geht mir nicht um Religion. Sondern um das Wort und was es bedeutet.
Demut heisst, gegebenes so hinnehmen wie es ist. Nicht immer unzufrieden zu sein. Immer mehr wollen.
Wieso ich diese Wort mal vorstelle. Ganz einfach. NT wissen nicht was das ist. Demut. Für sie geht es immer nur darum, was sie wollen. Zufrieden sind die Wenigsten mit dem was sie haben oder sind.
Demut ist also nicht einfach ein Wort das nur für die Religion ist, sondern es ist auch ein Geisteshaltung.
Ich denke, das viele Autisten demütig leben. Denn, sie haben sich mit der Leben, das sie haben, abgefunden. Damit meine ich nicht resigniert. Das ist nicht das selbe. Ich meine, das viele Autisten eingesehen haben, dass sie in der NT-Welt nicht weiter kommen, so wie sie sind. Das die NT-Welt ihnen keine Chance gibt. Sondern sie einfach mit einer kleinen Rente und Therapien an den Rand der Gesellschaft drängt.
Sicher, nicht alle. Es gibt auch solche, die sich für die Autisten einsetzen. Wie ich selber. Doch ich sehe mich nicht als einer, der immer mehr will. Auch ich habe mich damit abgefunden, dass das Ziel das ich mir gesetzt habe, ich nie erreichen werde. Inklusion. Das ist eine Vision. Mission. Aber erreichen, werden wir sie nicht. Die Inklusion. Wieso nicht? Nun, die NT die verstehen uns nicht. Auch wenn sie sich noch so Mühe geben, es klappt nicht. Der Aufwand ist enorm. Sicher, er lohnt sich. Aber dennoch bringt er uns oft an die Grenzen.
Dann besinne ich mich wieder auf die Demut. Das ich auch mal einfach alles so sein lassen kann, wie es ist. Das ich nicht immer versuchen muss, die NT von unserer Art zu überzeugen. Vorbild zu sein. Nein, dass muss nicht immer sein. Denn manchmal will auch ich nur einfach arbeiten und leben. Ohne Mission und Vision. Doch das geht nicht lange so. 2 Tage, dann geht es wieder los. Ich kann halt nicht anders.
Also betrachte ich das ebenfalls demütig. Es ist wie meine Aufgabe. Ich versuche sie gut ich kann, sie zu erledigen. Ohne zu murren. Was nicht immer leicht ist. Doch nach all den Jahren habe ich schon so einiges an Übung darin.
Dennoch, so denke ich, sollten besonders die NT mal über das Wort Demut nachdenken. Wie könnten sie sie in ihr geistiges Leben integrieren. Und liebe NT. Demut heisst nicht verzichten. Ich sage es jeweils so. Ich gebe nur das Geld aus was ich brauche. Sprich ich spare nicht. Ich gebe nicht aus. Das ist ein Unterschied. Kapiert? Es geht im die Gier. Neid. Es geht darum, dass man nie zufrieden ist.
Wer nicht ausgibt, den giert es irgendwann nicht mehr nach Dingen. Auch wenn ich es mir leisten kann, so tue ich es trotzdem nicht. Oder eben genau deshalb. Aber das ist ein anderes Thema.
Jedenfalls geht es doch darum, dass die Menschen wieder lernen einfacher zu leben. Damit meine ich auch, das auch solche Menschen wie wir einen Platz in der Gesellschaft haben. Das auch wir ernst genommen werden.
Seinen wir mal ehrlich. Wäre ich kein Autist, würdest du diesen Blog lesen? Ja, gäbe es diesen Blog überhaupt? Keine Ahnung. Aber es ist doch so, dass ich versuche uns eine Stimme zu geben. Und, was mich freut ist, dass in den letzten Jahren viele andere auch dazu gekommen sind. Das sie den NT zeigen, das Leben auch anders geht. Das man nicht alles haben muss. Sondern bei sich sein soll. Mit sich. Nicht Egoismus. Den meine ich nicht. Sondern was wer im Geiste frei ist, wirklich frei ist. Das ist für mich Demut.

Freitag, 13. Januar 2017

Asperger und Egoismus

Früher ging die Wissenschaft davon aus, dass Autisten einfach eine extreme Form von Egoismus haben. Das wir als einfach Egoisten sind. Gemäss Definition ist Autismus auf Deutsch, auf sich selber bezogen. Egoismus aber ist, ich denke nur an mich. Es geht nur um mich.
Das ist nicht das Selbe. Wenn ich mir das Verhalten der Autisten anschaue, auch mein eigenes, so sehe ich grosse Unterschiede.
Einer ist, das die NT immer mehr Egoisten werden. Es geht immer nur um sie. Was sie denken, fühlen, sind. Es geht nicht mehr um die Meinung anderer. Nur sie haben immer recht. Das ist sicher auch einer der möglichen Gründe, wieso die NT-Welt so ist, wie sie ist. Kaputt. Sie ist voller Gewalt und Terror. Sie ist voller Intoleranz. Obwohl die NT immer wieder betonen, wie wichtig ihnen die Meinung anderer ist. Naja, so lange es die selbe ist, ist es kein Problem. Was aber, wenn sie eine andere ist? Dann gibt es Probleme.
Auch denke ich, dass die NT denken, dass sich alles immer nur um sie dreht. Sicher, nicht alle. Aber doch immer mehr. Sie sind das Zentrum des Universums. Wenn also mehrere NT aufeinander treffen ensteht zwangsweise ein Problem. Wer gibt nach? Wer ist zu einem Kompromiss breit? Keiner. Sie sind es nicht mehr.
Auch sind sie so von ihren Handys absorbiert, dass sie gar nicht mehr mitbekommen, dass noch andere Menschen um sie herum sind. Was sie die ganze Zeit mit diesem Unding tun, weiss ich auch nicht. Ich jedenfalls brauche es nicht so viel. Eher wenig. Ich beobachte lieber die anderen. Sehe die Welt. Nicht das Handy. Das verstehen sie nicht mehr.
Nun, in der digitalen Welt können sie sein, wer immer sie sein wollen. Sie können also mehr sein, als sie sind. Sich darstellen. Selfies. Nur, wer schaut diese an? Keiner. Hauptsache man kann sich selber feiern. Das verstehe ich nicht. Sie sicher auch nicht. Die NT. Verstehst du es?
Autisten sind also keine Egoisten. Sie sind eben Autisten. Nur, ist den NT nicht klar, dass es da einen grossen Unterschied gibt. Den, dass wir nicht anders können, auch wenn wir wollen. NT aber, die können anders, wollen aber nicht. Weil sie dann Angst haben, dass sich niemand mehr für sie interessiert. Interessieren sich NT noch für andere NT? Sicher nicht mehr so viel wie auch schon. Ausser einem anderen geht es schlechter. Dann ja. Das stärkt ja das eigene Selbstwertgefühl. Hauptsache Gefühle. Verstehe ich nicht. Nicht mein Ding.
Jedenfalls sind die Egoisten irgend wann in der Mehrzahl. Was dann? Ich meine, kann die NT-Welt so weiter gehen wie bisher? Oder muss sich was ändern? Nun, es wird sich sicher nichts ändern. Ausser, dass es immer mehr von diesen digitalen Junkies geben wird. Die nicht mehr ohne dieses Unding leben können. Sich immer mehr selber darstellen.
Das ist was, was ich nicht kann. Es geht mir selten nur um mich. Immer denke ich an die anderen zuerst. Denn es kann ja nicht sein, dass ich so wichtig bin, dass ich alle um mich nur mit mir beschäftigen. Ich will das nicht. Kann das nicht. Das mit dem Annehmen ist eh nicht mein Ding. Geben, ja. NT aber, die nehmen lieber als geben. Und wenn sie etwas geben, dann müssen es alle erfahren. Verstehe ich nicht. Verstehst du es, Leser?
Schlussendlich führt diese Diskussion zu nichts. Das ist mir schon klar. Denn der Mensch ist wie er eben ist. Die anderen sind immer falsch und haben keine Ahnung.
Ich gehe den Weg, das ich von jedem Menschen den ich treffe auch was lernen kann. Und sei es noch so wenig. Das spielt keine Rolle für mich. Hauptsache ich lerne was. Nur, denken die NT so? Nein. Die meinen, dass sie alles schon wissen.
Gut sicher, das war jetzt zum Teil hart für die NT. Mir ist auch klar, dass nicht alle so sind. Aber es soll ja zum Nachdenken anregen.
Gut wäre, wenn die Menschen wieder mehr anderen zuhören würden. Wieder mehr Toleranz leben würden. Mehr Rücksicht nehmen. Und auch andere Meinungen zulassen würden. Ich denke, dann würde wieder ein wenig mehr Frieden auf der Welt sein. Die Hoffnung dazu geben ich nicht auf. Sonst würde ja alles was ich tue sinnlos werden.